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Die Sonne wird euch verbrennen
| Spassfaktor: | PLUS |
| Genre: | Science-Fiction, Thriller |
| erschienen am: | 26.04.2012 |
| USK: | ab 16 freigegeben |
Bis zu 10 Euro Startguthaben, nur hier bei Dvd-Spiele-Verleih.de
Endzeitfilme sind bis heute die Ausnahme in der deutschen Filmlandschaft. Eine, die mit Hell, dem Regiedebüt des schweizers Tim Fehlbaum bestätigt wird. Anders aber als die Tradition des Genres vermuten lässt, werden keine Viren oder Zombies für die Apokalypse verantwortlich gemacht, sondern die Sonne. Ein guter Schachzug, denn die Natur ist bekanntlich auch die größte Gefahr für den Menschen.
Keiner weiß warum, aber die, die noch leben wissen was passiert, wenn die Sonne verrückt spielt. Sowohl Strahlung als auch Hitze haben enorme Ausmaße angenommen und sind im Begriff sämtliches Leben auf dem Planeten zu verschlingen. Wälder und Tiere sterben, Flüsse und Meere trocknen aus und gesellschaftliche Ordnung wie wir sie kennen, hat aufgehört zu existieren. Die letzten Überlebenden sind auf der täglichen Suche nach Wasser, das wie auch Benzin stetig rarer wird. So auch die kleine Gruppe um Marie, ihrer jüngeren Schwester Leonie und Maries Freund Philipp. Zusammen machen sich die Drei auf den Weg. Oberhalb der Baumgrenze soll es eventuell noch Wasser geben. Auf ihrer Reise treffen sie auf den Mechaniker Tom, der zwar nicht vertrauenswürdig erscheint, sich aber als unentbehrlich erweist und daher auch mit den anderen mitreist.
Ihr Suche nach Wasser steht aber unter keinem guten Stern. Dies müssen Marie und Co. feststellen, als ihr Auto, samt Vorräte gestohlen wird. Zu allem Unglück haben die Täter auch noch die kleine Leonie entführt. Natürlich lassen Marie, Philipp und Tom die hilflose Leonie nicht im Stich und machen sich daran das Mädchen zu befreien. Eine gefährlich Aufgabe, denn die Leute, mit denen Sie es tun bekommen, sind weitaus mehr als nur gewöhnliche Diebe.
Hell erinnert inhaltlich ein bisschen an Genrefilme wie The Road oder auch Book of Eli. So werden Kenner auch gewisse Parallelen zu anderen Filmen finden, was durchaus als Ideenarmut kritisiert werden kann. Gleichwohl wirkt der Film handwerklich solide und überzeugt durch seine stilistische und atmosphärische Inszenierung. Der einzig wirklich großer Wehrmutstropfen sind die gelegentlichen Logiklücken. Hier bleibt zu hoffen, dass Fehlbaums nächster Film mehr stringenz bereit hält.
Skurril, extra dry und fantastisch gestylt!
| Spassfaktor: | ![]() |
| Genre: | Komödie |
| erschienen am: | 19.03.2012 |
| USK: | ab 12 freigegeben |
Bis zu 10 Euro Startguthaben, nur hier bei Dvd-Spiele-Verleih.de
Das groß Werden ist nicht leicht. Mädchen werden für Jungs schlagartig interessant und umgekehrt. Dies geht natürlich mit dem Wunsch einher cool und erwachsen zu sein. Doch so einfach der Gedanke auch ist, so schwer ist die Wirklichkeit. Dies Erfahrung muss ein Teenager in Richard Ayoades Submarine machen. Als ob die pubertären Sorgen aber nicht schon genug Druck auf den Heranwachsenden ausüben, bekommt er es mit einer Aufgabe zu tun, die so mancher Erwachsener nicht zu lösen vermag.
Oliver Tate (Craig Roberts) ist ein 15-jähriger Junge im Wales der 80er Jahre . Und wie alle Buben in seinem alter, neigt er zu falscher Selbstwahrnehmung. Er glaubt beliebt, intelligent und cool zu sein. Tatsächlich ist er aber alles andere als der Nabel der Welt. Vielmehr ist er ein ganz normaler, gleichwohl etwas altkluger Teenager, der mitunter zu bizarren Handlungen neigt. Denn Oliver hat seine ganz eigenen Vorstellung davon, wie die Welt funktioniert. Fernab seiner etwas exzentrischen Züge ist Oliver aber doch einfach nur ein normaler Teenager. Er ist in die nicht weniger interessante Jordana Bevan (Yasmin Paige) verliebt. Doch obwohl die junge Hobby-Pyromanin auch Gefühle für Oliver hat und beide ein Paar werden, muss er sich mächtig ins Zeug werfen, um Jordana bei Laune zu halten. Denn diese wird von der Angst um ihren kranken Vater heimgesucht.
Zu allem Überfluss muss sich der junge Oliver noch der Aufgabe annehmen, die Ehe seiner Eltern zu retten. Denn diese droht mit dem Einzug der einstigen Jugendliebe der Mutter nebenan kaputt zu gehen. Während seine Mutter in dem Begriff ist, sich wieder in ihre Jugendliebe zu verlieben, verfällt der Vater zusehends in Depression. Dies sind alles andere als leichte Bedingungen für Oliver, der von nun an alles daran setzt den Familiensegen wieder zurecht zu rücken.
Submarine ist ein hübscher Film übers Erwachsen-werden. Dabei wird der Fokus fast ausschließlich auf Oliver gesetzt. Dies ist ein logischer Schritt, wo der Junge einen doch so interessanten Charakter bietet. Leider geraten die anderen Figuren dadurch zusehends in den Hintergrund. Submarine punktet jedoch vor allem durch die Erzählperspektive, die beiden Teenies mit ihrer Gefühlswelt sowie das schauspielerische Potentzial, das hier ausgeschöpft wurde. Wir vergeben daher auch 4 Sterne. Der Film kann daher guten Gewissens für den online Verleih von Video Buster oder Verleihshop empfohlen werden.
Es ist kein Mensch... Noch nicht.
| Spassfaktor: | PLUS |
| Genre: | Horror, Science-Fiction |
| erschienen am: | 22.03.2012 |
| USK: | ab 16 freigegeben |
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Fortsetzungen haben es immer schwer. Ganz besonders dann, wenn der Vorgänger ein riesen Erfolg war und sogar Kultstatus erreicht hat. Mit Das Ding aus einer anderen Welt von 1982 hat es das Prequel The Thing unheimlich schwer. Denn der 30 Jahre alte Film wird nicht umsonst als der beste Film John Carpenters gehandelt. Doch trotz der hohen Messlatte und der damit verbundenden Erwartungshaltung, hat The Thing seine Sache sehr gut gemacht.
Es ist 1982 als die junge Paläontologin Kate Lloyd (Mary Elizabeth Winstead) auf Bitten von Dr. Sander Halverson (Ulrich Thomsen) in die Antarktis fliegt. Warum genau ist Kate zunächst nicht klar. Aber anscheinend haben Mitarbeiter einer norwegischen Forschungseinrichtung etwas im Eis gefunden- ein Raumschiff sowie ein von der Kälte konserviertes Wesen. Was dieses Ding (engl. Thing) aber eigentlich ist, scheint ein noch größeres Geheimnis zu sein, als die Frage, wie lange es dort schon ist. Diese Ungewissheit hält aber nicht lange an, denn das Ding erwacht zum Leben und der Alptraum nimmt seinen Gang.
Bei den Wesen handelt es sich um eine Art Formwandler, der sämtliche organische Formen nachahmen kann, mit denen es in Kontakt kommt. Folglich entwickelt sich eine angsterfüllte Atmosphäre voller Misstruen in der Forschungsstation. Niemand kann mehr mit Sicherheit sagen, ob die Person links oder rechts neben ihm tatsächlich noch ein Mensch ist. Für Kate beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Denn mit jeder Stunde die verstreicht nimmt der Zahl der echten Menschen ab.
Im Grunde bietet The Thing nichts neues. Die Story ist verglichen mit Carpenters Film von 1982 beinahe identisch. Gleichwohl waren dem Prequel aber von vornerein Grenze gesetzt, da man sich an den Plot des Vorgängers halten musste. Dies hat The Thing aber sehr unterhaltsam gemacht. So setzt der Film zwei Tage vor Das Ding aus einer anderen Welt ein und leitet gekonnt zu diesem über, ohne dabei große Fragen offen zu lassen. Der Film ist allerdings nicht so beklemmend, wie dies in Anbetracht der Story möglich gewesesen wäre. Dies liegt zuweilen auch an den zu offensichtlichen Specialeffekte. Nichtsdestotrotz bleibt The Thing ein solider Horror-Thriller, der zu unterhalten weiß.
| Spassfaktor: | ![]() |
| Genre: | Drama |
| erschienen am: | 25.01.2012 |
| USK: | ab 16 freigegeben |
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Ein Held ist der, der sich gegen seine Konkurrenten behaupten kann und sich als Stärkster behauptet. Der Kampf ist dabei der wesentliche Bestandteil. Da ist es nur logisch, das Hollywood Filme über das Kämpfen macht, denn Helden braucht jeder Film. Mit Warrior erschien 2011 ein Kampffilm, der neben den typischen Kampfszenen besonders durch eines auffällt- und das ist ein unglaublich ausgefeilter Plot, der erzählerisch Filmen wie Million Dollar Baby oder Rocky in nichts nach steht.
Als Tommy Conlon (Tom Hardy) zurück aus dem Irak kommt besucht der US-Marine seinen Vater Paddy (Nick Nolte), den er 14 Jahre zuvor nicht gesehen hatte. Dies hat auch seinen Grund, denn das Verhältnis beider ist nicht sonderlich gut. Während Tommy das Wiedersehen dazu nutzt Paddys sein Versagen als Vater vorzuwerfen, sehnt sich dieser nur noch Versöhnung mit seinem Sohn. Paddy beteuert daher ein völlig neuer Mensch zu sei. Unter anderem weil er seit beinahe 3 Jahren kein Alkohol mehr trinkt. Bei Tommy stößt der Wunsch seines Vaters nach Versöhnung jedoch auf taube Ohren. Allerdings möchte Tommy seinen Vater als Trainer engagieren. Denn der fahnenflüchtige US-Marine will bei einem Mixed-Martial-Arts-Turnier teilnehmen und die 5 Millionen eure Preisgeld gewinnen. Obwohl Tommy seinem Vater nicht sagt, weshalb er sie bedingungslos an dem Turnier teilnehmen will, nimmt dieser die Aufgabe an. zugleich packt er sie am Schopf, um sich seiner Vergangenheit zu stellen.
Währenddessen bereitet sich auch Tommys Bruder Brendan (Joel Edgerton) auf das Turnier vor. Brendans ist Lehrer und Familienvater zweier Kinder. Sein mittelständisches Leben droht ihm aber zu entreißen, denn im Zuge der Immobilienkrise ist der Physik-Lehrer in finanzielle Nöte geraten und steht kurz vor der Zwangsräumung. Da erscheint ihm das Kampf-Turnier als gute Möglichkeit seine Familie aus dieser misslichen Lage zu retten. Denn was Kämpfen angeht, so ist Brendan nicht ganz unbeleckt. Denn er war ließ früher bereits als Amateur-Kampfsportler die Fäuste fliegen. Es kommt schließlich so wie es kommen muss und die beiden Brüder treffen in dem Turnierfinale aufeinander.
Der Titel Warrior lässt eigentlich anderes vermuten, als das was der Film tatsächlich hergibt. Nicht der Ringkampf steht im Vordergrund, sondern der Kampf, den die Protagonisten mit sich selbst fechten. Der eine kämpft ums nackte finanzielle Überleben, der andere um sein Seelenheil und der Vater der beiden führt einen Kampf mit sich selbst. Warrior ist somit eher ein Drama als ein Kampffilm. Gleichwohl sind die Martial-Art-Choreografien sehr gut inszeniert. Den ganz großen Wurf hat der Film aber mit seinen Darstellern gemacht. Sowohl die beiden Brüder, als auch Nick Nolte spielen herausragend. Der Film ist daher ein absolutes Highlight von 2011 und glänzt spielerisch wie erzählerisch. Dies tröstet daher auch über der einigen wenigen Klischees hinweg. Den Film sollten Sie sich daher auf jeden Fall bei Verleihshop oder Video Buster online ausleihen.
Es liegt in der Familie.
| Spassfaktor: | ![]() |
| Genre: | Horror |
| erschienen am: | 08.03.2012 |
| USK: | ab 16 freigegeben |
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Längst sind die Zeiten vorbei in denen an Seile-gebundene-Bettlaken noch als Gespenster durch gingen oder gar für Grusel sorgte. Tatsächlich ist die Gegenwart viel einfacher, gleichwohl aber auch effektiver. Dies unterstreicht Paranormal Activity 3, der letzte Teil der erfolgreichen Horror-Serie. Und entgegen der Vermutung, dass der Horror-Reihe die Luft ausgeht, überzeugt Paranormal Activity 3 durch gewohnt hohe Spannung.
Schon in den ersten beiden Teilen wurden Andeutungen gemacht, dass Katie (Katie Featherston) und Kristi (Sprague Grayden) bereits in ihrer Kindheit von unheimlichen Vorkommnissen heimgesucht wurden. Nun in der Gegenwart finden die beiden Schwestern in einer Kiste im Keller Filmaufnahmen, die Dennis (Christopher Nicholas Smith), der Freund ihrer Mutter (Lauren Bittner) 1988 gemacht hatte. Dennis hat aber nicht ohne Grund Kameras im Haus aufgestellt. Vielmehr sind sie seine Reaktion auf eine Erscheinung, die er auf einem privatem Video gesehen hat. Doch desto länger der Stiefvater der beiden Mädchen der Erscheinung nach geht, umso unheimlicher wird es im Umfeld der jungen Familie. Anscheinend spuckt es im Haus- aber wieso? Hat Tobi, Katies unsichtbarer Freund im Schrank etwas mit den paranormalen Erscheinungen zu tun oder ist er lediglich ein Auswuchs der Fantasy des 8-Jährigen Mädchens?
In Paranormal Activity 3 wird die Familiengeschichte der, vom Poltergeist gebeutelten Schwestern ausgiebig beleuchtet. Zwar werden nicht alle Fragen, jedoch aber die wesentlichen geklärt. Allerdings ohne dabei in allzu verworrenen Erklärungsversuchen herum zu stolpern. Stattdessen erhöht der Film den Terror um eine kleine Nuance und sorgt somit selbst bei hartgesottenen Zuschauern für den einen Schreckmoment. Die Horrorfilm-Reihe ist diesbezüglich seiner Linie treu geblieben- allem voran der Kameraperspektive. Dabei ist er jedoch um ein vielfaches Aufwendiger gestrickt worden. Wärend der erste Teil noch 15.000 Dollar gekostet hat, mussten stolze 5 Millionen Dollar in den dritten Teil investiert werden. Der Film wirkt dabei jedoch nie überladen. Vielmehr arbeitet er konsequent sparsam mit Special-Effekts- ein absoluter Pluspunkt für die Spannung und den Film im Allgemeinen.
| Spassfaktor: | ![]() |
| Genre: | Action, Thriller |
| erschienen am: | 06.03.2012 |
| USK: | ab 12 freigegeben |
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Mit Twilight hat der muskelbepackte Taylor Lautner als Jacob Black mit einem Schlag größtmögliche Popularität gewonnen. Nun, will sich der Teenie-Star außerhalb der Fantasy-Saga als Schauspieler in dem rasanten Actionfilm Atemlos - Gefährliche Wahrheit beweisen. Und dies muss er in zweierlei Hinsicht. Denn mit einem starken Cast rund um Sigourney Weaver und Jason Isaacs ist die Messlatte auch innerhalb des schauspielerischen Könnens im Film sehr hoch.
Der Schüler Nathan (Taylor Lautner) führt eigentlich ein recht normales Teenie-Leben. In der Woche geht er zur Schule und am Wochenende betrinkt er sich auf diversen Partys. Als er während eines Schulprojektes auf eine Internetseite über vermisste Kinder ein vermeintliches Foto von sich selbst findet, gerät sein sonst so geregeltes Leben aus den Fugen. Ist er nicht der, der er zu sein glaubt? Sind seine Eltern eigentlich völlig fremde Personen? Doch als ob diese Ungewissheit nicht schon genügen Zweifel und Unsicherheit gesät hätte, wird kurze Zeit später der letzte Tropfen jugendlicher Unbeschwertheit zerstört. Denn Nathans Eltern werden von professionellen Killern hingerichtet und auch er ist im Fadenkreuz der Männer. Er kommt gerade noch mit dem Leben davon und kann gemeinsam mit der Nachbarstochter Karen (Lily Collins), seiner heimlich Angebeteten, zu fliehen. Doch damit endet der Alptraum nicht, denn plötzlich wird er nicht nur kaltblütigen Killern gejagt, sondern auch von der CIA. Um den Kampf um sein und Karens Überleben zu gewinnen, muss der Junge vorerst herausfinden wer er ist. Und so begibt er sich auf eine gefährliche Suche.
Atemlos - Gefährliche Wahrheit ist sehr actionreich und besticht dabei durch viel handgemachte Stunts. Der Film wirkt daher auch sehr authentisch. Gleiches lässt sich leider aber nicht über die Story sagen. Diese wirkt sehr hüftsteif und schafft es nicht durch Dialoge eine gewisse emotionale Reife zu erlangen. Besonders Momente, in denen der Zuschauer mitfühlen sollte, haben keinen Platz sich zu entfalten. Schuld daran tragen sowohl die hölzern agierenden Schauspieler, aber auch das Drehbuch. Dieses legt wenig Wert auf Charakterentwicklung oder gar -bildung. Alle Schauspieler, Lautner mit eingeschlossen, werden somit zu austauschbaren Subjekten. Atemlos - Gefährliche Wahrheit bleibt damit ein reiner Actionfilm, dem es an Glaubwürdigkeit und somit inhaltlicher Qualität fehlt. Der Film kann zwar recht passabel als Teenie-Film herhalten. Für ältere Zuschauer wirkt er jedoch einfach zu naiv und oberflächlich.
| Spassfaktor: | ![]() |
| Genre: | Komödie, Krimi |
| erschienen am: | 05.03.2012 |
| USK: | ab 16 freigegeben |
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Wer sagt das Protagonisten perfekt sein müssen oder ein Film ethisch korrekt?- Regisseur John Michael McDonaghauf auf jeden Fall nicht. Denn The Guard - Ein Ire sieht schwarz ist, wie der Titel schon andeutet, wie ein Würfelspiel mit dem was korrekt ist und dem was nicht. Anders gesagt, ist der Film eine typisch schwarze Komödie, die keine Tabus kennt und auch inhaltlich von gängigen Filmklischees abweicht .
Denn in der irischen Komödie ist nicht wie noch etwa in Hot Fuzz – Zwei abgewichste Profis der Stadtbulle der normale, sondern der etwas merkwürdige Mensch. Dieser Meinung ist zumindest Sergeant Gerry Boyle (Brendan Gleeson) von der Garda, der irischen Nationalpolizei. Boyle ist ein alles andere als spießiger Mensch. Er trinkt, gönnt sich gelegentlich eine Pille Ecstasy, empfängt die eine oder andere Dienstleistung von den ansässigen Prostituierten und mit den Gesetzen nimmt er das auch nicht so genau. Dieses Leben hat aber bald ein jähes Ende, denn im westirischen Galway, seinem Bezirk wird ein gesuchter Drogenschmuggler brutal ermordet. Als ob der Kleinstadtpolizist aber nicht selber Herr über die Situation werden könnte, stellt man ihm sowohl einen ehrgeizigen Jungspunt Aidan McBride (Rory Keenan) aus Dublin sowie den FBI-Agenten Wendell Everett (Don Cheadle) zur Seite. Das dies keine leichte Zusammenarbeit wird, ist für Everett schon zu Beginn klar. Denn Iren sind etwas anders. Boyle ist allerdings auch gar nicht von der Wichtigtuerei der anderen Behörden begeistert. Ihm bleibt jedoch keine Wahl sich mit den Everett und McBride zu arrangieren. Denn ein gefährlicher Drogendealerring treibt in dem sonst so ruhigen Fleckchen sein Unwesen.
The Guard - Ein Ire sieht schwarz erinnert eine wenig wie ein Potpourri aus Guy Ritchi-Filmen, Hot Fuzz – Zwei abgewichste Profis und Brügge sehen... und sterben?. Allerdings rückt die Handlung im Laufe der Zeit immer weiter in den Hintergrund und wird von dem Konflikt zwischen Boyle und Everett übertrumpft. Der FBI-Agent wird dabei mit antiamerikanischen Vorurteilen, latenten Rassismus sowie dümmlichen Fragen seitens Boyle konfrontiert. Boyle wirkt dabei weder unsympathisch, noch steht er vor dem intelligenten FBI-Kollegen wie ein rüpelhafter Hinterwäldler da. Stattdessen sorgt der Ire die ganze Zeit für einen Lacher nach dem anderen, was nicht zuletzt auch Ergebnis der vielen, perfekt-inszenierten Dialoge der Protagonisten ist. The Guard - Ein Ire sieht schwarz ist damit einer der humorvollsten Filme der letzten Zeit. Sie sollten sich den Film auf jeden Fall bei Video Buster oder Verleihshop ausleihen.
Nichts verbreitet sich schneller als Angst.
| Spassfaktor: | ![]() |
| Genre: | Thriller |
| erschienen am: | 24.02.2012 |
| USK: | ab 12 freigegeben |
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Zombies, Kriege, Umweltkatastrophen, weltpläneschmiedende Schurken und nun Vieren - Hollywood fehlt anscheinend niemals ein Grund die Menschheit auf der Leinwand auszulöschen. Mit Contagion führt die Filschmiede ihr Endzeitgenre fort. Dafür wurden neben Regisseur Steven Soderbergh eine ganze Riege bekannter Filmstars für das Vorhaben gewonnen. Der Zuschauer darf sich daher auf einiges gefasst machen- dies gilt inhaltlich, als auch spielerisch.
Als Beth Emhoff (Gwyneth Paltrow) von einer Dienstreise aus Asien zurückkehrt, sieht es zunächst danach aus, dass sie eine leichte Erkältung eingeschleppt hat. Während Beth anfänglich nur unter Husten litt, plagen sie kurz darauf noch Sehbeschwerden. Als sie eines Tages zusammen bricht, ist sich auch ihr Mann Thomas (Matt Damon) sicher, dass seine Frau eine ernstzunehmende Krankheit hat. Diese Gewissheit verdichtet sich auch im Krankenhaus sowie bei sämtlichen Gesundheitsorganisationen. Überall auf der Welt kursiert ein Virus, dass sich einerseits sehr schnell ausbreitet und andererseits scheinbar nicht aufzuhalten ist. Für die Wissenschaftler Dr. Ellis Cheever (Laurence Fishburne), Dr. Erin Mears (Kate Winslet) und Dr. Ally Hextall (Jennifer Ehle) vom amerikanischen Seuchenkontrollbehörde (Centers for Disease Control and Prevention) kein hinnehmbarer Zustand. Und so versuchen mit aller Kraft eine weitere Ausbreitung des Virus, der bereits unzählige Opfer gefordert hat, zu verhindern. Zur gleichen Zeit reist Dr. Leonora Orantes (Marion Cotillard) auf Wunsch Damian Leopolds (Armin Rohde), dem Leiter der Weltgesundheitsbehörde, nach Hongkong, zum wohlmöglichen Ursprung der Infektion. Im Gegensatz zu jenen Menschen, die versuchen die Situation unter Kontrolle zu bekommen, beschwört Alan Krumwiede (Jude Law) mit seinen Texten im Internet indess eine Massenpanik unter den Menschen herauf.
Contagion ist eine unglaublich realistisch erzählte Geschichte über eine Situation, deren Autreten den meisten Menschen unrealistisch erscheint. Aber gerade die medizinische Korrektheit sowie der unaufgeregte Erzählstil vermitteln einem im Laufe des Films stetig mehr das Gefühl, dass eine solche Kette von Ereignissen vielleicht doch nicht ganz so leicht mit einer Armbewegung abgetan werden kann. Dieser Eindruck wird besonders dadurch geschaffen, dass der Film ein Puzzle, bestehend aus den persönlichen Erlebnissen der vielen namenhaften Protagonisten ist, die glaubhaft gespielt wurden. Contagion bekommt aus diesem Grund von uns auch vier Sterne und die Empfehlung zum Online-Verleih bei Video Buster oder Verleihshop.
| Spassfaktor: | PLUS |
| Genre: | Action |
| erschienen am: | 21.01.2012 |
| USK: | ab 18 freigegeben |
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Was anderes als knallharte Action sollte man von einem Film erwarten in dem Sylvester Stallone, Jason Statham, Dolph Lundgren, Jet Li, Terry Crews, Mickey Rourke, Bruce Willis sowie Arnold Schwarzenegger vor der Kamera stehen? Nun eigentlich nichts, denn bei einen solchem Cast ist schon zu erahnen, dass The Expendables - Die Hunde des Krieges das längst eingestaubte Macho-Action-Genre der wilden 80er Jahre zelebrieren möchte. Dementsprechend bleibt die Story dabei leicht hinkend auf der Strecke zurück.
Barney „The Schizo“ Ross (Sylvester Stallone) ist ein knallharter Typ und nebenbei hauptberuflicher Anführer einer Söldnertruppe- den Expendables. Ihr neuester Auftrag führt die kampferprobten Männer auf eine Mission im südamerikanischen Hinterland. Beauftragt vom dubiosen Mr. Church (Bruce Willis) sollen sie General Gaza, den Herrscher des Inselstaates Vilena eliminieren. Eigentlich ein leichtes für die von Ross angeführte Truppe. Dies ändert sich aber schlagartig, als die Söldner feststellen, dass sie in eine Falle geführt wurden, aus der sie wohl nicht lebend entkommen sollten. Und so findet sich Barney Ross und sein Trupp, bestehend aus dem früheren SAS-Messerexperten Lee Christmas (Jason Statham), dem Waffennarr Hale Caesar (Terry Crews), dem Nahkämpfer Yin Yang (Jet Li), dem Sprengstoff-Experten Toll Road (Randy Couture) sowie dem etwas wahnsinnigem Scharfschützen Gunnar Jensen (Dolph Lundgren) in einer Situation wider, in der sie es plötzlich sind, die gejagt werden.
Sylvester Stallone, der sowohl Darsteller, Drehbuchautor und Regisseur in Personalunion ist, hat mit The Expendables - Die Hunde des Krieges einen klasse Actionfilm geschaffen, der das Actionheldendasein der 80er wieder aufleben lässt. Dabei verfällt der Film zu keinem Zeitpunkt modernen Actionfilm-Klischees. Alles ist genauso wie etwa in Mission in Action, Terminator, Rambo oder Stirb langsam. Die Explosionen und Effekte sind handgemacht, die Coolniss der Helden ist ein einziger Superlativ und der Männlichkeitskult wird in vollen Zügen ausgekostet. Sicherlich, die Story ist sehr dünn, Moral nicht vorhanden und die Dialoge zuweilen etwas holperig. Hinzu kommt, dass diese Art von Action doch einfach nicht mehr so richtig in die heutige Zeit zu passen scheint. Es kann aber nicht bestritten werden, dass der Film seinen ganz eigenen Charme hat. Dieser kommt nicht zuletzt dadurch auf, weil The Expendables - Die Hunde des Krieges keine One-Man-Show ist.
Inner City vs. Outer Space
| Spassfaktor: | ![]() |
| Genre: | Science-Fiction |
| erschienen am: | 25.01.2012 |
| USK: | ab 16 freigegeben |
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Der Weg zur Erkenntnis, dass Attack the Block kein typischer Science-Fiction ist, ist sehr kurz. Im Film werden werden weder riesige Wolkenkratzer pulverisiert, noch finden gigantische Gefechte zwischen den Armeen der Menschen und der Alien-Streitmacht statt. Stattdessen geschieht die Invasion der Monster aus dem All im schwierigsten Sozialviertel London. Ein schlechter Ort für so ein Vorhaben, denn die ansässigen halbstarken-möchte-gern-Gangster sind gar nicht von der Idee begeistert.
Das es nicht ungefährlich ist durch Süd-London zu gehen, erweist sich für die Krankenschwester Sam (Jodie Whittaker) eines Nachts als Gewissheit, als eine Teenie-Gang die junge Frau überfällt. Doch noch bevor die Jugendlichen mit dem Geld und dem Handy das Weite suchen können, fällt etwas vom Himmel direkt in eine Auto nebend er Gruppe. Aus Neugier sieht die Bande nach, was dort vom Himmel gefallen ist und stellen fest, dass es ein mosterhaftes Alien war. Anstatt aber abzuhauen tötet die Bande das Wesen.
Die Teenie-Bande stellt noch in der selben Nacht fest, wie weitere, noch größere Geschöpfe vom Himmel fallen, um nach dem zuvor von den Jungs getöteten Alien zu suchen. Letzteres haben die Kids in der Wohnung des Drogendealers Ron (Nick Frost) gebracht- was die Aliens zu wissen scheinen. Und so beginnt für die Jugendlichen ein Krieg gegen die Aliens. Nicht aber zur Verteidigung der Erde, sondern ihres Blocks und des Viertels.
Wie zuvor Shaun of the Dead schafft es auch Attack the Block eine gesamtes Genre auf den Arm zu nehmen, ohne es zu verhöhnen. Der Film wirkt somit eher wie eine Hommage an das Science-Fiction-Genre. Zwar glänzt der Film nicht durch, für das Genre typische Effekte, was an dem geringen Budget liegt. Aufgrund des guten Humors und der Regie wirkt der Attack the Block aber in sich stimmig. Lediglich die recht unsymphatischen Teenies, die mit einer gehörigen Portion krimineller Energie aufwarten, können dem einen oder anderen zuwider sein. Jedoch sollte dies als Element betrachtet werden, das bewusst verwendet wurde, um den Film so zu gestalten, wie er geworden ist- humorvoll, actiongeladen und einfach sehenswert.
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